Edelstahlschornstein außen montieren - diese Möglichkeiten haben Sie

23.04.2018 14:49

Edelstahlschornstein reinigen

Beim Nachrüsten eines Edelstahlschornsteins bietet es sich in vielen Fällen an, den Schornstein auf der Außenseite zu montieren. Dabei haben Sie allerdings verschiedene Möglichkeiten, den Schornstein anzubringen: Dachdurchführung, Versatz oder die Auswahl eines entsprechenden Montageortes. Unser Beitrag gibt Ihnen ein paar Hilfen zur Planung und zur Auswahl der passenden Möglichkeit.

Grundsätzliches zur Außenmontage

Zunächst wird anhand des Standorts der Feuerungsstelle geplant, wo die Wanddurchführung eingebaut wird. In der Regel können Sie meist ein wenig flexibel zwischen Aufstellort und Wanddurchbruch "schieben", um eine geeignete Stelle zu finden.

Der Edelstahlschornstein wird dann über dem Feuerungselement gerade nach oben errichtet.

Für die Planung des Schornsteins kommt es darauf an, welche Länge Sie tatsächlich benötigen. Beachten Sie dabei, dass die Berechnungen des Schornsteinfegers sich auf die wirksame Höhe des Schornsteins beziehen, die Angaben des Herstellers aber meist die GESAMTHÖHE (BAULICHE HÖHE) des Schornsteins angeben. Beides dürfen Sie nicht verwechseln, sie müssen aufgrund der nötigen wirksamen Höhe die bauliche Gesamthöhe erst ermitteln.

Die Gestaltung des Edelstahlschornsteins am oberen Ende

Wenn es um das obere Ende des Schornsteins, also um die Mündung, geht, haben Sie mehrere Möglichkeiten der Gestaltung:

  • eine freie Auskragung
  • ein Herumführen des Schornsteins um die Dachkante mittels Versatz oder Schrägführung
  • die Herstellung eines Dachdurchbruchs

Welche Möglichkeit in Ihrem Fall in Betracht kommt, hängt auch von der gesamten baulichen Höhe ab, die Ihr Edelstahlschornstein einnehmen muss.

Eine freie Auskragung, also ein gerade-nach-oben-Stehen des Edelstahlschornsteins ist nur dann möglich, wenn der Schornstein den letzten Wandhalter nicht weiter als 3 m (bei Nenndurchmessern > 400 mm nur 2,5 m) überragen würde. Kleine Abweichungen bekommt man planerisch manchmal noch durch leichtes Versetzen der Höhe des Feuerungsanschlusses hin - werden diese Werte deutlich überschritten, muss jedoch eine andere Lösung als die freie Auskragung ins Auge gefasst werden.

Schrägführung und Versatz

Sie können einen Edelstahlschornstein bei der Montage nicht beliebig in Schrägen und Kurven führen: Zulässig ist nur eine EINZIGE SCHRÄGFÜHRUNG, und bei dieser darf der Winkel nicht mehr als 30° betragen.

Über der Schrägführung müssen Sie zwingend zumindest einen Wandhalter montieren, wenn der Edelstahlkamin über der Schrägführung noch eine Höhe von mehr als 1 m hat, müssen Sie zwingend eine Zwischenstütze anbringen.

Beim Versatz wird der Edelstahlschornstein so weit versetzt, dass er nach dem Versatzstück in gerader Form auf die erforderliche Mindesthöhe über Dach gebracht werden kann.

Eine Alternative dazu ist die Dachdurchführung des Edelstahlschornsteins Hierbei sind allerdings ebenfalls eine ganze Reihe von Vorschriften und Mindestmaßen zu beachten. In vielen Fällen gestaltet sich ein Dachdurchbruch bei der Montage aber dennoch oft leichter planbar als ein Versatz, zumal es auch Fertigelemente für die Dachdurchführung gibt, die alle geltenden Vorschriften bereits von vornherein erfüllen.

Sorgfältige Planung ist unerlässlich

Man muss also im Vorfeld bereits genau planen, wo der Edelstahlschornstein auf der Außenwand verlaufen soll. Grundlage für diese Planung sind die Berechnung des Schornsteins und die daraus ermittelte, nötige wirksame Höhe, die Höhe des Feuerungsanschlusses bzw. des Wanddurchbruchs und der Ort, wo der Edelstahlschornstein angebracht werden soll.

Neben der Entscheidung für einen Dachdurchbruch, einen Versatz oder eine Auskragung sollte man auch die Lage und Art der notwendigen Befestigungen bereits im Vorfeld planen.


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