Pelletrohr

Ein Pelletrohr dient dem Anschluss eines Pelletofens an den Schornstein, es erfüllt also den Zweck eines Rauchrohrs. Für Pelletöfen werden dabei spezielle Rohre verwendet, da diese Ofenart spezielle Anforderungen an das Ofenrohr stellt. Hier werden besondere Funktionen benötigt, die es bei klassischen Ofenrohren nicht gibt. Pelletrohre sind meist aus sehr hochwertigen Stählen gefertigt und zusätzlich noch emailliert. Das ist notwendig, um die Rohre ausreichend gegen Kondensat zu schützen, das beim Verbrennen von Pellets entsteht, und Korrosion beim Rohr zu vermeiden. Die verwendeten Dichtungen beim Ofenrohr sind im Falle eines Pelletrohres besonders hoch hitzebeständig. Alle diese Eigenschaften finden Sie bei gewöhnlichen Ofenrohren nicht, Sie müssen daher für einen Pelletofen immer ein spezielles Pelletrohr verwenden. Einwandige und doppelwandige Rohre können hier aber problemlos kombiniertt werden.

Bei uns finden Sie alle gängigen Längenstücke mit Durchmesser 80 oder 100 mm. Sie können die Länge jeweils zwischen 250 mm und 1.000 mm in drei Größen wählen. Farblich bieten wir alle Rohre sowohl in Schwarz als auch in Gußgrau an. Zusätzlich zu den Rohren erhalten Sie bei uns auch alle benötigten Formstücke, die genau auf die Längenstücke abgestimmt sind. Verbindungsstücke und gedichtete Übergangsstücke lassen Sie zwei Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern immer sicher und dicht verbinden. Ein Kapselwinkel beim Ofenanschluss macht als T-Stück mit abnehmbarer, unten liegender Kapsel das Reinigen des Rohrs einfacher. Daneben stehen unterschiedliche Bögen mit und ohne Reinigungsöffnung in verschiedenen Winkelneigungen zur Verfügung. Auch zweifach abgewinkelte Bögen erhalten Sie bei uns, um Richtungsänderungen um 90° beim Ofenrohr realisieren zu können. Diverse Dichtungen (auch für die Revisionsöffnungen) und ein Rohrhalter-Set samt den dazugehörigen Gewindestangen machen Ihnen nicht nur das Befestigen, sondern auch das spätere Neuabdichten der Revisionsöffnungen und Rohre sehr einfach. Damit verlängert sich die Lebensdauer Ihres Pelletrohrs deutlich.

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Zahlreiche Vorschriften für die Montage

Ofenrohre sind immer ein im wahrsten Sinne des Wortes "brandgefährliches" Bauteil, für das zahlreiche Sicherheitsvorschriften gelten. Schon beim Ofen- und Schornsteinanschluss ist einiges zu beachten. Daneben zählen vor allem die Mindestabstände.

Mindestabstand nach Hersteller und FeuVO

Der Abstand zu brennbaren Teilen ist für Verbindungsstücke immer zwingend festgelegt - und zwar vom Hersteller. Nach der DIN EN 1856-2 muss der Hersteller eine Prüfung vornehmen, und danach die Mindestabstände zwischen Pelletrohr und brennbaren Teilen angeben. Auf der Konformitätserklärung steht dann entweder ein "M"(für gemessen/ermittelt) oder ein "NM" (für nicht gemessen).

Ermittelt der Hersteller den Mindestabstand nicht durch Prüfung, gilt ein alternativer Rechenweg in der DIN 1856-2 als zulässig: mindestens der dreifache nominale Durchmesser (Nenndurchmesser des Rohrs), aber immer mindestens 375 mm. Der Hersteller muss dann garantieren, dass bei diesen Abständen angrenzende Bauteile im Mindestabstand auf nicht mehr als 85 °C erwärmt werden.

Obwohl alle diese Vorgaben nach der DIN zwingend eingehalten werden müssen, gelten für die tatsächlichen Mindestabstände beim Kaminrohr in der Praxis dann dennoch ausschließlich die Landesbauordnungen (LBO) und die Feuerungsverordnungen (FeuVO) des jeweiligen Landes. Die Vorschriften sind hier weitaus komplexer und unterscheiden immer zwischen brennbaren und nicht brennbaren Bauteilen.

Die wesentlichen Regeln besagen dabei: beim Betrieb von Öfen mit Festbrennstoffen ist ein Mindestabstand von 40 cm zu brennbaren Bauteilen einzuhalten, diesen Abstand kann man auf 10 cm verringern, wenn das Rohr mit einer nicht brennbaren, mindestens 2 cm starken Ummantelung versehen wird. Das ist aber nur eine allgemeine Regel - nach der FeuVO kann das Ofenrohr auch in manchen Fällen als Schornsteinteil anzusehen sein, dann gelten wiederum abweichende Regeln.

Wand- und Deckendurchführungen

Besonders kompliziert wird es bei Wand- und Deckendurchführungen. Sie müssen sehr exakt und auf eine bestimmte Weise mit besonderen Mindestabständen konstruiert sein, um den Vorschriften der FeuVO zu genügen. Einfachheitshalber können Sie hier fertige Wanddurchführungselemente oder Deckendurchführungselemente verwenden, die schon von vornherein alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Ansonsten müssen Sie die Durchführung vom Schornsteinfeger schon während des Baus beaufsichtigen und danach begutachten lassen.

Am besten Sie stimmen sich mit Ihrem Schornsteinfeger in Bezug auf die Montage des Ofenrohrs ab - er ist der Fachmann und wenn Sie seinen Anweisungen folgen, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Montage in allen Punkten den gesetzlichen Vorschriften genügt.