Dachneigung

Dachneigung

Unter der Dachneigung versteht man den Winkel, den die Dachfläche an ihrem unteren Ende bezogen auf eine waagrechte Linie einnimmt (also nicht den Winkel an der Spitze des Giebels)

Die folgende Zeichnung zeigt, wo sich dieser Winkel befindet:

Der Winkel der Dachneigung wird üblicherweise in Grad angegeben. Bei einer Prozent-Angabe (selten) sollte aus praktischen Gründen am besten umgerechnet werden.

Satteldächer haben nur eine Dachneigung (die sogenannte Hauptdachneigung). Bei einem Walmdach können die giebelseitigen Dachflächen auch einen von der Hauptdachneigung unterschiedliche Neigungswinkel haben. Das ist besonders bei Krüppelwalmdächern häufig der Fall.

Bedeutung der Dachneigung

Die Dachneigung ist baulich für viele verschiedene Dinge bedeutsam:

-für die Klassifizierung des Dachs
-für die Art der Dacheindeckung
-für die Selbstreinigung des Dachs (bei geringeren Dachneigungen kommt es häufiger zu Vermoosung des Dachs)
-für den verfügbaren Raum unter dem Dach (Dachausbau)

Ein Dach mit einer Dachneigung von weniger als 5° wird als Flachdach bezeichnet. Anderen Klassifizierungen nach sind alle Dächer mit einer Neigung von bis zu 10° Flachdächer. Alles darüber bezeichnet man als Steildach.

Für die Dacheindeckung ist die Steilheit des Dachs entscheidend, da sie die Wasserablaufgeschwindigkeit bestimmt: je steiler ein Dach, desto schneller läuft das Wasser über die Dachziegel, je flacher, desto besser müssen die Dachziegel abgedichtet werden. Viele Dachziegelarten erfordern eine Mindestdachneigung von 25°, manche sogar mehr. Diese sogenannte Regeldachneigung (RDN) ist immer abhängig von den verwendeten Dachziegeln und kann zwischen 22° und 40° (Hohlziegel, Biberschwanzziegel, Mönch und Nonne Dachziegel) liegen. Wird die RDN unterschritten, muss zusätzlich zur Deckung ein sogenanntes wasserdichtes Unterdach konstruiert werden, um den Regen abzuhalten.

Bei einem geplanten Dachausbau sollte die Dachneigung möglichst über 35° (beim Satteldach) betragen, damit genug nutzbare Fläche im Dachraum zur Verfügung steht. Bei Dachneigungen von 45° oder mehr bietet sich beim Satteldach ein Ausbau des Dachgeschosses besonders an.

Bedeutung der Dachneigung beim Edelstahlschornstein

Wenn ein Edelstahlschornstein traufseitig an der Hauswand entlang geführt wird, muss er durch die Dachfläche dringen. Für die Gestaltung und vor allem für die erforderliche Abdichtung dieser Dachdurchführung ist die jeweils vorhandene Dachneigung ebenfalls bedeutsam.

Berechnung der Dachneigung

Den in der Zeichnung markierten Winkel kann man einfach mithilfe einer Winkelfunktion berechnen:

Der Winkel ?, der in unserer Zeichnung markiert ist, entspricht dem Arcus-Tangens aus dem Quotienten der Höhe und der waagerechten Länge, die in der obenstehenden Zeichnung markiert sind:

? = arctan (h/g)

Wenn man das Gefälle in Prozent ausrechnen möchte, entspricht es einfach dem Tangens des Dachneigungswinkels:

Gefälle ? = tan ?

Mithilfe eines entsprechenden Taschenrechners und den erforderlichen Maßen lassen sich also die Dachneigung in Grad und das Gefälle in Prozent leicht ausrechnen und ineinander umrechnen.

Einfachere Berechnung der Dachneigung

Um sich die Berechnung der Dachneigung zu vereinfachen, können Sie unseren Dachneigungsrechner verwenden.

Sie brauchen dafür nur zwei Werte zu ermitteln, die Sie von einem beliebigen Punkt an der Mittellinie der Hausfront (also genau unterhalb des Firstes) aus messen können:

Den Wert A, den Sie vom Punkt ausgehend genau waagerecht bis zur schrägen Dachfläche messen, und den Wert B, der den Abstand des gewählten Punkts vom First darstellt.

Diese beiden Werte geben Sie dann einfach in die entsprechenden Felder ein und drücken auf "Berechne Dachneigung". Der Wert erscheint dann sofort.

Wo die Dachneigung Bedeutung hat:

- Dachdurchführungen

- richtige Dachdurchführung beim Edelstahlschornstein

- Außenmontage des Edelstahlschornsteins

- Dachdurchführungen aus hochwertigem Edelstahl

Der Dachneigungsrechner findet sich hier