Traufe

Traufe

Neben dem First ist auch die Traufe ein sehr wichtiger Punkt auf dem Dach.

Es handelt sich dabei um die Tropfkante (daher der Name) am äußersten Rand eines Dachs, von dem das gesammelte Regenwasser über die Dachkante nach unten tropft. Dort wird es in den meisten Fällen von einer Regenrinne aufgefangen und über die Fallrohre in den Abwasseranschluss des Hauses oder in eine Regentonne geleitet.

Der Traufpunkt ist dagegen jene Linie, wo die senkrechten Wandfläche der Außenwand und die Dachhaut sich berühren. Man muss also immer zwischen Traufpunkt und Traufkante unterscheiden.

Traufe bei unterschiedlichen Dachformen

Ein gewöhnliches Satteldach hat lediglich zwei Traufkanten. Die quer zum Dach liegenden Seiten sind die Giebelflächen. Dementsprechend gibt es für die Bezeichnung der Seite eines Gebäudes auch die Begriffe "traufseitig" und "giebelseitig".

Ein Gebäude ist dagegen "traufständig", wenn es mit der Dachkante parallel zur Straße steht (das Gegenteil wäre "giebelständig).

Ein Walmdach, bei dem die Giebelseiten ebenfalls von schrägen Dachflächen bedeckt sind, hat immer vier Traufkanten.

Traufe und Edelstahlschornstein

Bei der Montage eines Edelstahlschornsteins an der Hausseite mit einer Traufe muss der Edelstahlschornstein entweder durch die überstehende Dachfläche (Dachdurchführung) oder darum herum geführt werden. Für die Durchführung werden entsprechende Formteile (wie etwa hier) verwendet.

Ein Hausschornstein kommt dagegen niemals in die Nähe der Traufe - er endet immer im Bereich des Firstes oder gegebenenfalls in der Mitte der Dachfläche.

Wo die Traufe Bedeutung hat:

- bei der Dachdurchführung

- bei der Montage mit Versatz oder Auskragung