Edelstahlschornstein: So wird die Dachdurchführung richtig gemacht

19.07.2018 10:40

Edelstahlschornstein Längenelement

In vielen Fällen wird der Edelstahlschornstein am oberen Ende durch das Dach oder durch eine Dachverlängerung geführt. Das muss natürlich auf die richtige Art und Weise geschehen: Das Dach muss weiterhin dicht bleiben - sonst drohen schwere Feuchteschäden am gesamten Gebäude. Wie man die Dachdurchführung richtig macht und worauf dabei zu achten ist, erklären wir in diesem Beitrag.

Dachneigung ist entscheidend

Wenn man eine fachgerechte Dachdurchführung für den Edelstahlschornstein herstellen will, ist zunächst einmal die vorhandene Dachneigung entscheidend.

Wenn Sie Ihre Dachneigung nicht kennen, können Sie sie hier direkt berechnen.

Zu wissen, welche Dachneigung Ihr Dach hat ist wichtig, weil Sie nur so die richtigen Formteile auswählen können. Auch sonst braucht man diese Wert gelegentlich - etwa zu Ermittlung der Mindesthöhe des Schornsteins über dem Dach.

Verwenden von Formteilen ist empfehlenswert

Am besten verwenden Sie bereits vorgefertigte Formteile für die Dachdurchführung. Auf diese Weise ist die erforderliche Dichtheit des Dachs nach dem Durchführen des Schornsteins am besten sichergestellt.

Solche Formteile finden Sie etwa hier:

https://heimwerkerheld.de/Edelstahlschornstein-Dachdurchfuehrung-Edelstahl-Blei

In diesem Fall handelt es sich um ein solides, sehr wetterfestes Bauteil aus Edelstahl, das zusätzlich mit einem Bleirand und einem sogenannten Wetterkragen für bestmögliche Dachabdichtung versehen ist.

Der Bleirand sorgt dafür, dass sich das Dachdurchführungselement dicht mit den Dachziegeln verbinden lässt, indem sie sich optimal an den Untergrund anpassen lässt - und dass diese Verbindung auch optimal und dauerhaft hält.

Der Wetterkragen verhindert, dass am Schornstein herunterlaufende Niederschläge über die Durchführungsfuge in das Dachinnere gelangen können.

Unsere Dachdurchführungselemente passen universell auf alle doppelwandigen Schornsteine mit 30 mm Isolierung.

Wie wird beim Durchführen des Schornsteins durch das Dach vorgegangen?

Für eine Durchführung muss die Dachhaut geöffnet werden. Ein bis zwei Dachziegel werden entfernt, die Unterspannbahn wird ebenfalls aufgeschnitten. Die Dachsparren werden an der entsprechenden Stelle durchtrennt.

Da alle brennbaren Bauteile (und damit auch die Unterspannbahn) mindestens 60 mm vom heißen Kaminrohr entfernt sein müssen, werden die Ränder der Unterspannbahn in entsprechendem Abstand befestigt. In der Regel verklebt man sie mit einem speziellen Klebeband (Siga Wigluv).

Das Dachdurchführungselement wird anstelle der entfernten Dachziegel eingesetzt und von unten her stabil befestigt. Der Bleirand wird angepasst und der Regenkragen aufgesetzt. Er muss am Ende noch mit Silikon sorgfältig abgedichtet werden.

Diese Arbeiten sind durchaus anspruchsvoll - kleine Fehler können verheerende Schäden zur Folge haben: Feuchtigkeit im Dach bedroht unter Umständen nicht nur den Dachraum sondern das ganze Gebäude. Da die Arbeiten Sachkenntnis und Erfahrung verlangen, sollte man sie am besten von einem zugelassenen Dachdeckerbetrieb durchführen lassen, damit Fehler vermieden werden.

Macht man beim Selbstbau einen Fehler, haftet man auch für das gesamte Ausmaß der dadurch entstehenden Schäden komplett selbst. Das sollte man besser nicht riskieren.

Kann man eine Dachdurchführung umgehen?

Theoretisch lässt sich ein Edelstahlschornstein auch an einem Dachüberstand vorbei leiten - in diesem Fall kann man mit sogenanntem "Verspringen" vorgehen.

Unterhalb des Dachüberstands werden Winkel angebracht und der Edelstahlschornstein wird am Überstand vorbeigeleiet. Optisch ist diese Variante nicht immer wirklich attraktiv, auch technisch gesehen ist eine Durchführung durch die Dachhaut oder den Dachüberstand die bessere Variante.


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