Edelstahlschornstein: der Regenkragen

Heimwerkerheld GmbH
2019-04-03 11:32:00 / Bauteile / Kommentare 0
Edelstahlschornstein Gewicht

Anders als die die Regenhaube, die vor allem den Schornstein selbst vor der Witterung schützt, dienen der Regenkragen und der Wetterkragen dazu, den Dachdurchbruch und den Dachraum vor eindringender Niederschlagsfeuchtigkeit zu schützen.

Der Dachdurchbruch muss geschützt werden

Auch wenn der Dachdurchbruch mit passenden Formteilen (wie etwa hier: https://heimwerkerheld.de/Edelstahlschornstein-Dachdurchfuehrung-Edelstahl-Blei) ausgeführt wird, ist häufig noch ein zusätzlicher Schutz gegen Niederschläge und eindringende Feuchtigkeit sinnvoll.

Dachdurchführungen mit Bleirand sind zwar oft bereits mit einem integrierten Regenabweiser ausgestattet - das ist allerdings ein nur geringer Schutz. Wenn Schnee auf dem Dach liegt oder es im Frühjahr und beim Heizen rund um den Schornstein taut, kann der Regenabweiser oft nicht mehr ausreichend sein.

Insbesondere die Dachneigung sollte berücksichtigt werden: je steiler ein Dach, desto schneller läuft Wasser ab - bei flachen Dächern kommt es daher häufiger zu sehr langsam fließenden oder gar stehendem Wasser. Feuchtigkeit kann dann an der Stelle des Durchbruchs einsickern, die Dämmung durchnässen und mitunter schwere Bauschäden im gesamten Dachraum verursachen. (Wenn Sie Ihre Dachneigung nicht kennen, können Sie sie hier berechnen).

Der Regenkragen leitet durch seine Form auftreffendes Regenwasser von der Durchbruchsstelle weg und über das Dach ab. Er verhindert aber auch das Eindringen von Feuchtigkeit in den vorhandenen Spalt des Dachdurchbruchs, indem er schützend darüberliegt.

Ausführungen beim Regenkragen

Für einwandige Edelstahlschornsteine, wie sie für die Schornsteinsanierung eingesetzt werden, gibt es auch einwandig ausgeführte Regenkragen aus Edelstahl.

Ein Beispiel dafür sehen Sie hier:
https://heimwerkerheld.de/Kaminsanierung-Regenkragen

Für einen doppelwandigen Edelstahlschornstein, bei dem eine Dachdurchführung vorgesehen ist, gibt es auch zweiwandige, gedämmte Wetterkragen-Modelle. Diese Modelle kann man auch ganz einfach erkennen, da sie fast immer "Wetterkragen mit Rand" genannt werden. Bei einer solchen Bezeichnung handelt es sich fast immer um eine gedämmte, zweischalige Ausführung. Ein Kragen für einwandige Schornsteine oder Sanierungsschornsteine wird dagegen in den meisten Fällen "Regenkragen" genannt. Das ist allerdings nur eine begriffliche Unterscheidung - die wesentliche Funktion beider Teile ist die gleiche.

Ein Beispiel dafür findet sich hier:
https://heimwerkerheld.de/Edelstahlschornstein-Wetterkragen-mit-Rand

Die durchgehend verbaute Dämmung verhindert dabei wirkungsvoll Wärmebrücken und sorgt zudem dafür, dass das Schornsteinrohr die Möglichkeit hat, sich im Inneren des Wetterkragens bei Hitze noch auszudehnen (thermische Ausdehnung).

Regen- und Wetterkragen werden entweder mit einer Muffe oder mit Klemmband gesichert. Das ist je nach Ausführung unterschiedlich.

Regenkragen passend zum jeweiligen Schornsteinsystem

Für unsere Edelstahlschornstein-Systeme gibt es jeweils einen genau passenden Regenkragen. Sie müssen also sowohl das entsprechende Schornsteinsystem (Silverfire oder Goldfire) als auch den richtigen Durchmesser des Regenkragens wählen.

Unsere Regenkragen für die Schornsteinkomplettsysteme sind ebenfalls aus hochwertigem Edelstahl gefertigt, sind bis 600 °C temperaturstabil und haben eine hochwertige, 30 mm starke Dämmung (wie unsere Schornsteinsysteme auch). Sie erhalten sie von DW 113 bis DW 300.

Regenkragen zusätzlich abdichten

Wenn ein Regenkragen montiert ist, sollte er auf jeden Fall noch zusätzlich mit Silikon an den Rändern abgedichtet werden.

Im Dachbereich muss immer für Dachabdichtugnen geeignetes und vor allem hitzebeständiges Silikon verwendet werden.


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