Schornsteinkopf

Schornsteinkopf

Der Schornsteinkopf ist der sichtbare Teil des Kaminzugs auf dem Dach von Gebäuden. Wenngleich dieser Essenkopf sehr einfach gehalten aussieht, besteht er doch aus mehreren Bauteilen, die zum Teil auch eine wichtige technische Funktion besitzen.

Grundsätzliche Anforderungen an Schornsteinköpfe

Damit ein einwandfreier Rauchgasabzug gewährleistet wird, sollte der Schornsteinkopf deutlich über das Dach hinausreichen, damit Wind hier keine Sogwirkung entfalten kann. Auch dürfen Bewohner ebenso von umliegenden Gebäuden keine Einschränkungen oder Gefährdungen durch Rauch erfahren. Zudem muss der Kaminkopf zu konstruiert sein, dass ihm auch starke Windlasten nichts anhaben können. Darüber hinaus muss der Kopf des Schornsteins auch für den Schornsteinfeger zugänglich sein.

Aufbau des Schornsteinkopfs im Querschnitt

Moderne Schornsteine sind mit mehreren Rohren bzw. mehrlagigen Rohren ausgestattet, sodass einerseits Rauchgase einweichen und Frischluft (Zuluft für raumluftunabhängige Abbrandöfen) zum Heizgerät gelangt. Dieser eigentliche Schornstein ist mit einer Dämmung und Mantelsteinen versehen. Rundherum erfolgt eine Kopfverkleidung. Üblicherweise besteht diese aus Backsteinen bei älteren Gebäuden, Schiefer oder Klinker, bei neueren Bauwerken auch aus Beton; insbesondere aus Faserbeton. Auf dem Kopf des Schornsteins befindet sich die Abdeckplatte. Traditionell wird diese aus Beton vor Ort hergestellt. Aber auch hier etablieren sich immer mehr Fertigteile.

Zusätzliche oder ergänzende Bauteile

Zwischen der Abdeckplatte und dem Mündungsbereich der Rohre besteht bei modernen Schornsteinen eine Dehnfuge. Diese wird mit einem Blech verkleidet, welches den hohen Anforderungen entspricht (Witterungseinflüsse, Säuren durch Verbrennungsrückstände). Entweder bei Bedarf oder aus optischen Gründen wird eventuell noch eine Abdeckhaube aufgesetzt. Diese soll einerseits eindringenden Niederschlag abhalten, aber den Schornstein auch optisch verschönern. Die Abdeckhaube muss so gewählt werden, dass die Rauchgase ungehindert entweichen können.

Anforderungen für verschiedene Heizgeräte

Ob der Schornstein für ein geplantes Heizgerät wie beispielsweise einen Kaminofen für Holz oder/und Kohle, ergibt sich durch die technischen Anforderungen (herkömmliches Gebäude, Energiesparhaus, in dem beispielsweise ein LAS-Schornstein benötigt wird). Der Bezirksschornsteinfeger kann Ihnen darauf in jedem Fall eine zuverlässige Antwort geben, falls Sie sich nicht sicher sind. Er muss einen Abbrandofen schließlich auch abnehmen.