Holzkorb - der Klassiker, nicht nur in Schweden

11.06.2017 19:09

Holzkorb

Nirgendwo in Europa stehen wahrscheinlich so viele Holzöfen, und werden so liebevoll als Tradition gehegt, wie in Schweden. Vielleicht nennen wir deshalb unsere Kaminöfen auch "Schwedenofen". Zum Kaminofen gehört dabei ganz stilecht auch eine Holzaufbewahrung. Die gibt es in ganz unterschiedlichen Formen. Was ein Kaminholzkorb bringt, welche unterschiedlichen Formen es gibt, und worauf man beim Kauf achten sollte, zeigen wir in diesem Beitrag.

Holzliege und Holzkorb

Die zwei Grundformen bei Holzaufbewahrungen sind die Holzliege und der Kaminholzkorb. Scheite zum Heizen haben ja immer eine feste Länge - 33 cm für die gewöhnlichen Öfen und 25 cm für die kleineren. Die meisten Holzaufbewahrungen sind für die größere Scheitlänge ausgelegt.

Holzliegen haben eine Form (etwas steiler als bei einer flachen Schale) und sind häufig aus Metall. Das gilt auch für die traditionellen Modelle. Holzliegen sind sehr dekorativ, manche haben auch integrierte (kleinere) Griffe am oberen Ende.

Ein Holzkorb kann entweder ein gewöhnlicher Korb sein (seltener), eine Aufbewahrung in Eimer- oder Schachtel-Form oder eine Holzliege, die von einem Griff umschlossen wird, damit man sie an der oberen Seite wie an einem Henkel tragen kann. Die Materialien sind hier sehr unterschiedlich - Metall ist bei Holzkörben eher die seltenere Form. Einige Körbe sind auch mit Rollen ausgestattet - als sogenannter Kaminholzwagen.

Funktionen des Holzkorbs

Während die Holzliege rein dem Aufbewahren dient, kann man mit einem Holzkorb auch Scheite transportieren (etwa um einige Scheite "auf Vorrat" aus dem Schuppen hereinzuholen). Das kann beispielsweise sinnvoll sein, um die - oft zu kleine - Scheitaufbewahrung unterhalb des Kamins zu ergänzen oder ersetzen.

Auswahl des passenden Modells

Vor dem Kauf sollten Sie auf jeden Fall überlegen, wie viele Scheite Sie gewöhnlich transportieren. Das zweite wichtige Entscheidungskriterium beim Kauf ist die Optik - sie sollte möglichst optisch zum Kaminofen selbst und zum Kaminzubehör passen.

Eine Kombination aus Kaminbesteck-Ständer und Holzaufbewahrung sieht zwar häufig recht dekorativ aus, zum Holztransport von draußen ist sie meist aber weniger geeignet.

Bei Holzkörben, die lediglich Holzliegen mit Griffbügel sind, sollten Sie daran denken, dass hier Scheite beim Transport leicht herausrutschen können. Zudem kommt es durch die vorne und hinten offene Konstruktion oft vor, dass Rindenstückchen, Holzsplitter und Schmutz rund um die Holzaufbewahrung herumfliegen - bei einem geschlossenen Korb können Sie das vermeiden.

Ebenfalls fast schon klassisch und in der Praxis schon bewährt sind etwas größere Körbe aus Filz. Sie sind praktisch, robust und gut zu tragen. In diese Körbe, die meiste eine ovale Form haben, werden Scheite aufrecht hineingestellt. Schmutz rund um die Aufbewahrung wird damit vermieden.

Bei klassischen geflochtenen Körben sollten Sie auf einen Ausschlag mit Stoff oder Jute achten - dann gelangen Holzsplitter, Schmutz und Rindenteilchen ebenfalls nicht nach außen. Das sogenannte Polyrattan (ein Kunststoffgeflecht, das echtem Rattan täuschend ähnlich sieht) ist eine robuste und haltbare und dabei optisch recht ansprechende Alternative zu klassischen Weidenkörben.

Wer das besondere und die ausgefallene Optik sucht, kann auch auf einen Holzkorb oder auf Liegen aus gehärtetem Glas oder Leder zurückgreifen. Holztaschen bieten eine modernere Optik, passen jedoch ebenfalls gut zu verschiedenen Ofen-Designs.

Entscheiden Sie immer auch nach praktischen Gesichtspunkten (Funktionalität, Schmutzunempfindlichkeit, leicht zu tragen, passende Füllmenge) und nicht allein nach der Optik.


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