Scheitholz

Scheitholz

Scheitholz ist der wohl am meisten verwendete Festbrennstoff für Abbrandöfen. Doch Scheitholz ist nicht gleich Scheitholz. Es gibt große Unterschiede.

Grundsätzliches zu Scheitholz

Scheitholz ist die Bezeichnung für den Festbrennstoff. Die einzelnen Holzstücke werden als Holzscheite bezeichnet. Übrigens wird das Wort "Scheit" aus dem Althochdeutschen abgeleitet und bedeutet nichts anderes als "Stück". Sogar in die englische Sprache fand das Holzscheit bzw. Scheitholz Einzug.

Die Normierung vom Festbrennstoff Scheitholz bzw. Stückholz

Wenngleich es eine naheliegende Vermutung ist, dass das Normieren von allem ein typisches deutsches Attribut für bürokratische Gründlichkeit ist, so gibt es doch immer wieder Ausnahmen. Scheitholz wurde als Festbrennstoff erst 2010 über die Europäische Union genormt. Allerdings ist es durchaus sinnvoll, denn der europäische Binnenmarkt ist groß und die Scheitholzqualität des Verbrauchers nicht mehr gut einzuschätzen. Die Normierung von Scheitholz erfolgt über die DIN EN 14961 unter Teil 5: Stückholz für nicht industrielle Verwendung.

Mithilfe der DIN EN 14961 kann Scheitholz exakt im Nutzen als Festbrennstoff bewertet werden. Zum Beispiel wird zwischen Stammholz, Vollbaumholz ohne Wurzeln nach Stammholz und Waldrestholz unterschieden. Natürlich ist auch die Holzart angegeben, da Fichte beispielsweise einen deutlich geringeren Brennwert als Eiche oder Buche besitzt.

Wichtige Angaben gemäß DIN EN beim Festbrennstoff Scheitholz

Länge, Durchmesser, Wassergehalt, Energiedichte usw. sind weitere Größen, die bei Scheitholz nach DIN EN 14961 angegeben sein muss. Wer normiertes Brennholz erwirbt, kann es optimal an die individuellen Anforderungen anpassen. Wichtig kann dies vor allem auch beim Wassergehalt sein, wenn keine oder kaum Lagerfläche vorhanden ist, auf der das Scheitholz auch über einen längeren Zeitraum noch nachtrocknen könnte.

Schon beim Ofenkauf auf Angaben zur Scheitgröße berücksichtigen

Doch sollte Scheitholz bereits vor dem Ofenerwerb Aufmerksamkeit geschenkt werden. Immer mehr Ofenhersteller von Einzelabbrandöfen gehen dazu über, nicht nur anzugeben für welche Festbrennstoffe der jeweilige Ofen geeignet ist, anzugeben. Auch die Scheitholzlänge wird immer häufiger erwähnt. Je länger die mögliche Scheitholzlänge ist, desto flexibler kann der Festbrennstoff auch erworben werden bzw. es fällt weniger Arbeit zum Scheiden an.