Kernbohrung

Kernbohrung

Die Kernbohrung für einen Einzelraum-Abbrandofen

Soll der neue Kaminofen angeschlossen werden, ist dafür oftmals noch keine Öffnung zum Schornstein vorhanden. Das Öffnen der Wand bzw. des Kamins erfolgt mittels einer Kernbohrung. Diese Kernbohrung sollte unbedingt von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

Definition einer Kernbohrung und die verwendeten Werkzeuge

Kernbohrungen werden vorgenommen, wenn der zu bohrende Durchmesser für einen herkömmlichen Bohrer zu groß ist. Dann wird nicht mehr die volle Fläche herausgebohrt, sonder nur der Durchmesser. Zum Einsatz kommen dabei Kronenbohrköpfe. Je nach vorhandenem Material sägt oder schleift dieser Kronenbohrkopf das zu bearbeitende Material. Außerdem wird noch zwischen Nass- und Trockenkernbohrungen unterschieden.

Nasskernbohrungen sind bei sehr harten Materialien wie beispielsweise Beton erforderlich. Bei weicheren Baumaterialien wie Ziegelsteinen oder Porenbeton wird dagegen eine Trockenkernbohrung vorgenommen. Es sollten ausschließlich Bohrmaschinen mit einer Absaugung Verwendung finden. Bis zu einer Wandstärke von 250 mm kann die Bohrmaschine freihand bedient werden. Bei größeren Wandstärken kommt ein fester Aufbau auf einem Stativ zum Einsatz.

Probleme und etwaige Folgeschäden bei unsachgemäßer Durchführung einer Kernbohrung

Die Durchmesser müssen exakt den Angaben des Ofenherstellers entsprechen. Bei der Kernbohrung am Schornstein können sich viele Fehler einschleichen. So gibt der Hersteller den genauen Durchmesser vor. In diesem Maß enthalten sind auch Toleranzen für thermische Ausdehnungen. Wird diese Sollfuge nicht oder zu klein ausgelegt, kann der Schornstein in diesem Bereich reißen oder springen. Dann muss eine vollständige Generalsanierung des Schornsteins vorgenommen werden.

Der Kamin kann aber auch beim Durchführen der Kernbohrung reißen, wenn diese nicht fachmännisch angesetzt wird. Wird der Anschlussstein falsch oder ungenügend verklebt, kann hier Rauchgas im Gebäude austreten. Zudem ist es möglich, dass bei nicht fachmännischer Ausführung Kondenswasser in den Schornstein gelangt. All diese Mängel führen häufig zu einer kostenintensiven Generalsanierung. Zudem sind passende Mörtelmischungen und Kleber zu verwenden. Diese Baustoffe müssen exakt auf die vorhandenen Materialien abgestimmt sein.

Es sollte unbedingt ein seriöser Fachbetrieb mit der Kernbohrung beauftragt werden

Grundsätzlich besteht keine Verpflichtung eines Fachbetriebs. Jedoch muss der Raumofen auch vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen werden. Dieser erkennt beschriebene Baumängel mit Leichtigkeit. Die Kosten der Generalsanierung eines Kamins sprechen schon aufgrund der dann damit verbundenen Kosten dagegen, selbst Hand anzulegen.

Erteilen Sie einem Fachbetrieb einen entsprechenden Auftrag, sind Sie auch im Falle von daraus entstehenden Schäden abgesichert, da der Betrieb zum Beheben verpflichtet wäre. Daher sollte die Ausführung stets von einem seriösen Fachbetrieb vorgenommen werden, der diese Verantwortung im Fall des Falles auch schultern kann. Gegebenenfalls sind die Montagearbeiten noch weitreichender, wenn es sich zum Beispiel um einen wasserführenden Ofen handelt.