Edelstahllegierung

Edelstahllegierung

Für Ofen und Abgasanlage werden unterschiedliche Stähle verwendet, die sich sowohl in der Zusammensetzung als auch der Herstellung unterscheiden. Für die Abgasanlagen sind besonders Edelstahllegierungen von herausragender Bedeutung.

Stahl und Edelstahl

Die Qualität von Stahl wird in der DIN EN 10020 definiert. Hier werden auch legierte und unlegierte Stähle voneinander unterschieden. Ausgenommen von Chromstählen handelt es sich bei herkömmlichen Stahllegierungen, dessen beigemengte Metalle keinen höheren Kohlenstoffanteil als 2,06 Prozent aufweisen. Außerdem werden Stähle in fünf Hauptgruppen gegliedert, die dann unterschiedlichen DIN EN unterliegen:

  • unlegierter Stahl
  • legierter Stahl
  • unlegierter Edelstahl
  • legierter Edelstahl
  • rostfreier Stahl

Edelstahl wird nach EN 10027-2 in legierte und unlegierte Edelstähle unterschieden. Je nach Legierung und Zusammensetzung eines Stahls oder Edelstahls besitzt das Produkt besonders hervorzuhebende Eigenschaften.

Im Schornstein und bei den Abgasleitungen werden beispielsweise Edelstähle benötigt, die grundsätzlich hitzebeständig, aber auch nicht rostend (korrosionsfrei) und säureresistent gegen die Säuren sind, die durch die chemischen Prozesse des Abbrands entstehen. Dabei werden in diesem Bereich insbesondere die nachfolgenden Stähle verwendet:

1.4301: austenitisch, X5CrNi18-10, AISI 304 ist ein nicht rostender Stahl, der säurefest und für Temperaturen bis 600 Grad Celsius freigegeben ist. Es ist der am häufigsten eingesetzte herkömmliche Stahl.

1.4404: austenitisch, X2CrNiMo17-12-2, AISI 316L, (A4L). Ein austenitischer, rostfreier Stahl, der auch gegen chloridhaltige Medien widerstandsfähig ist.

1.4521: , ferritisch, X2CrMoTi18-2. Das ist ein ferritischer Chromstahl, der auch für Wasserleitungen innerhalb der Trinkwasserinstallation verwendet werden kann, aber ebenso rund um den Abbrandofen (Wärmetauscher beispielsweise).

Edelstahl ferritisch oder austenitisch

Als ferritisch wird ein Edelstahl mit einem hohen Chromanteil bezeichnet. Dabei sind zwei Gruppen zu unterscheiden: ferritisch mit Chromgehalt zwischen 11 und 13 Prozent sowie ferritisch mit Chromgehalt mit 17 Prozent. Diese Edelstähle sind ausgesprochen langlebig (korrosionsbeständig) und damit wartungsarm. Austenitisch sind Edelstähle mit einem Nickelgehalt von mehr als 8 Prozent. Dieser Edelstahl ist besonders bei Kontakt zu aggressiven Medien geeignet.

Auf die DIN EN achten bei der Produktauswahl

In Bezug auf Edelstähle sind zudem häufig die Bezeichnungen V2A und V4A zu lesen. Es handelt sich nicht um Normen, sondern um Produktbezeichnungen, die deutsche Stahlhersteller etablierten. Es handelt sich um austenitische nicht rostende Edelstähle. Beim Kauf von Abgasrohren und Wasser führenden Leitungen sowie bei Gussteilen am Ofen sollte immer auf diese Bezeichnungen geachtet werden. Innerhalb der EU erfolgte eine Vereinfachung zu L99. Von Produkten, die so definiert ist abzusehen, da sich sehr verschiedene Stähle dahinter verbergen können. Orientieren Sie sich daher ausschließlich an den DIN EN.